Kairo Totenstadt

Kairo Totenstadt

Kairo Totenstadt

Wer nach Kairo kommt, sollte sich die Totenstadt anschauen. Tausende von Menschen leben dort auf Friedhöfen und tun dies aus Tradition oder einfach wegen Platzmangels.
Das Stadtviertel hat zwar keine Kaffeehäuser oder Geschäfte, ansonsten lebt es sich dennoch so wie in den „normalen“ Stadtvierteln.
Entstanden ist diese komische Verbindung von Leben und Tod dadurch, dass in vielen Familiengräbern von Anfang an ein Wächter lebte, der die Gruften unter der Erde bewachte und pflegte. Gemäß alter islamischer Sitte kamen die Verwandten an Festtagen und schliefen in Häusern über der Gruft. Heiratete ein Wächter, so zog die Ehefrau bei ihm ein. Irgendwann schlief die Tradition ein, dass Familien an Festtagen bei ihren Toten übernachtete. Somit hatte der Wächter und seine Ehefrau (mit wahrscheinlich schon 10 Kindern) mehr Platz und lebte dort.
Die zehntausende Bewohner der Totenstadt leben dort illegal, doch die ägyptische Regierung weiss sich nicht zu helfen und hat zumindest irgendwann angefangen, Strom- und Wasseranschlüsse zu legen. So leben diese Menschen heute über den Gräbern.

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